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Cecíle Lowenthal-Hensel (geb. 1923), die Gründerin der Mendelssohn-Gesellschaft, eine Urenkelin Fanny Hensels, hier im Wappensaal des Berliner Rathauses anlässlich des Treffens der Mendelssohn Nachfahren 2007 in Berlin.
Wiederentdeckung

Eine Wiederbegründung der Mendelssohn-Bank wurde nach 1945 erwogen, aber nicht realisiert. Ein großer Teil der Restitutionsansprüche der Mendelssohn-Familie konnte erst nach der deutschen Wiedervereinigung gestellt werden. Die Jubiläumsausgabe der Werke Moses Mendelssohns, dessen Schriften bei der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 auf dem Scheiterhaufen lagen, wurde erst zu Beginn des neuen Jahrhunderts fertiggestellt. Die Wiederentdeckung des von den Nationalsozialisten auf den Index gesetzten Werkes Felix Mendelssohn Bartholdys dauert noch an. Weithin vergessen geblieben ist bislang dessen ebenfalls verfemter Komponisten-Neffe Arnold Mendelssohn.

Die Wiederentdeckung der für Berlin und Deutschland so bedeutenden Familie Mendelssohn nahm ihren Anfang mit der Begründung der Mendelssohn-Gesellschaft e.V. 1967 in Berlin durch Cécile Lowenthal-Hensel, einer Urenkelin Fanny Hensels. Einzelheiten zur Entwicklung der Mendelssohn-Gesellschaft unter Geschichte.

Die historischen Orte in Berlin
2002 begann ein Arbeitskreis Geschichtsmeile Jägerstraße, die Orte der Mendelssohns in Berlin-Mitte zu markieren und durch Informations- und Gedenktafeln die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diese große Familie zu lenken. Der Arbeitskreis ging im Geschichtsforum Jägerstraße auf, das später mit der Mendelssohn-Gesellschaft fusionierte. Diese betreibt im Hause Jägerstraße 51, dem Stammhaus der Mendelssohn-Bank, die Mendelssohn-Remise als Ausstellungs- und Veranstaltungsort. Darüber hinaus wurden weitere Mendelssohn-Orte in Berlin identifiziert und beschrieben.

Zeitgenössische Namensgebungen
Die kulturelle Bedeutung der Mendelssohns wird zunehmend anerkannt. Dies zeigt sich auch darin, dass verschiedene Personen und Organisationen Namen hervorragender Mendelssohns für sich oder die von ihnen gestifteten Auszeichnungen gewählt haben.

Den Anfang machte 1967 die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die eine allerdings schon aus preußischer Zeit stammende Stiftung wiederbelebte und den Felix Mendelssohn Bartholdy Preis auslobte; der Preis ist inzwischen im Felix Mendelsssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb aufgegangen. 1979 stiftete der Berliner Senat den Moses-Mendelssohn-Preis zur Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern und Religionen. Erstmals 2005 vergaben die Handwerkskammer Berlin und der IHK Berlin für Unternehmen, die sich besonders sozial engagieren, die Franz-von Mendelssohn-Medaille. Seit 2010 verleiht der Chorverband Berlin die Geschwister-Mendelssohn-Medaille. Auch zwei Schulen, eine Musikschule und ein Chor fühlen sich einem Mendelssohn verpflichtet: Die Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Schule, das Jüdische Gymnasium Moses Mendelssohn und die Musikschule Fanny Hensel, alle drei in Berlin-Mitte, sowie der mit der Mendelssohn-Remise als Partner verbundene MendelssohnKammerChor Berlin (vormals Kreuzberger Kantorei).

Außerhalb Berlins sind der von der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung vergebene Internationale Mendelssohn-Preis zu Leipzig und die Moses-Mendelssohn-Medaille des Potsdamer Moses-Mendelssohn-Zentrums für europäisch-jüdische Studien hervorzuheben. Weitere Organisationen, die das Erbe der Mendelssohns pflegen, finden Sie unter den weiterführenden Links.